Roboter-Würfel balanciert auf Kante

Ingenieure der ETH Zürich haben einen Roboter-Würfel konstruiert, der selbständig balancieren kann und den Erschütterungen nicht zum Umfallen bewegen können. Der Würfel kann zum Beispiel auf einer Ecke balancieren und selbst kleinen Stößen hält er problemlos stand. Veränderungen der Umgebung oder andere äußere Einflüsse kann der Würfel problemlos ausgleichen. Im Inneren befindet sich eine rotierende Scheibe, die den Würfel stabil hält. Sensoren nehmen nun äußere Einflüsse wahr und passen die Drehung der Scheibe daran an.

Der angehende Doktor Mohanarajah Gajamohan hat zusammen mit Studenten unter der Leitung von Prof. Raffaello D’Andrea (z.B. Kiva Systems) diesen Roboter gebaut. D’Andrea ist bekannt für seine Forschungen auf dem Gebiet der selbstdenkenden Systeme, die auf besondere Weise Elektronik, Mechanik und Algorithmen miteinander verbinden.

Der vorgestellte Würfel besteht aus einer Scheibe auf zwei Achsen, die über eine Software gesteuert, die Balance des Würfels hält.

Solarflugzeug überfliegt USA

solar_impulseDas Flugzeug Solar Impulse könnte – ganz dem eigenen Namen verpflichtet – eine neue Ära einleiten. Heute gehört das Reisen für viele Menschen einfach zum Leben dazu. Dass das Reisen meist negative ökologische Auswirkungen hat, wird mit einem schlechten Gewissen hingenommen. Doch wenn wir es schaffen den Transport via Flugzeug neu zu gestalten, wäre das ein unglaubliche Fortschritt. Die weitere Vernetzung unseres Planeten wäre dann nicht mehr an endliche fossile Ressourcen gebunden, sondern stände auf einem nachhaltigen Fundament. Ein Solarflugzeug, dass Waren und Personen umweltfreundlich um die Erde bringen kann wäre ein Meilenstein des Transportwesens und würde heutige Gewohnheiten für lange Zeit ermöglichen.

Doch so weit sind wir noch lange nicht. Die Solar Impulse schaffte die USA-Tour im Durchschnitt mit 53 km/h. In einem Airbus können heute bis zu 359 Personen mitfliegen, während die umweltfreundliche Alternative nur den Piloten aufnehmen kann. Die Energiegewinnung während des Fluges und die Energiespeicherung für Nachtflüge muss noch stark verbessert werden. Als erste Schritte kann man dieses Ereignis aber definitiv feiern.

Stromgewinnung aus Solarziegeln

Schön sind sie wirklich nicht. Wenn man heute durch eine süddeutsche Kleinstadt fährt, kann man auf fast jedem Haus viele Quadratmeter Solarpanelen bestaunen. Jeder findet diese neuen Formen der Energiegewinnung nützlich, praktisch und ethisch geboten, doch gerade die meisten ästhetischen Ansprüche blieben hier bisher auf der Strecke. Das soll sich in Zukunft ändern. Solarpanele werden bald ausgedient haben. Die Stromgewinnung findet dann direkt in den Ziegeln statt.

Das Unternehmen Stafier bietet Solarzellen, die wie Ziegel verlegt und nahtlos in das Dach integriert werden können. Diese Solarzellen wurden natürlich auf ihre Tauglichkeit geprüft und sollten einem klassischen Dach in nichts nachstehen.

Reise-WLAN-Router fürs Hotelzimmer

Menschen, die häufig unterwegs sind, kennen das Problem. Man kommt auf einer Geschäftsreise ins Hotel und stellt dann fest, dass es statt WLAN nur eine LAN-Büchse gibt oder das WLAN nur theoretisch vorhanden ist. Das ist wirklich ätzend, weil man dann beim Skypen mit der Familie am Abend nicht gemütlich im Bett liegen kann, sondern sich an den Schreibtisch mit dem unbequemen Stuhl setzen muss. Aber es gibt ja Reiserouter. Die Idee ist so genial, dass man sich wundern kann, warum die Dinger nicht schon viel weiter verbreitet sind.

Buffalo hat nun einen solchen Reiserouter Airstation Wireless N300 Travel Router auf den Markt gebracht, der in den eigenen vier Hotelwänden ein eigenes kleines WLAN für Laptops, Smartphones und Tablets zur Verfügung stellt. Mit den Maßen 58x58x20mm ist das Gerät bequem im Gepäck unterzubringen und mit seinen 51 Gramm spielt das Gewicht eine eher untergeordnete Rolle. Die Handhabung ist denkbar einfach, man verbindet die LAN-Büchse mit dem Gerät und schon kann eine Verbindung hergestellt werden. Der Preis von 30 Euro ist fair.

Roboy: Kleiner Helfer im Alltag

Viele Menschen in unserer Gesellschaft sind hilfsbedürftig und selbst einfache Aufgaben des Alltags fallen ihnen schwer. Es ist eine logische Konsequenz, dass diesen Menschen Roboter einige besonders schwere Aufgaben abnehmen. Ein Projekt, dass sich aktuell mit diesem Thema beschäftigt, ist Roboy.

Roboy ist ein humanoider Roboter in der Größe eines Kleinkindes. Aktuell arbeiten an dieser Vision 40 Wissenschaftler und Ingenieure sowie weitere Partner. Man ist bemüht den Roboter so menschlich wie möglich wirken zu lassen.

Nissan will elektronische Lenkung

Der Automobilhersteller Nissan möchte in naher Zukunft die klassische mechanische Lenkung durch eine elektronische Lenkung ersetzen. Dieses System bietet verschiedene Vorteile gegenüber der konventionellen Technik. Zum einen werden die verschiedenen Unebenheiten der Straße herausgefiltert, wodurch das Fahrerlebnis angenehmer wird. Zum anderen kann auf diese Weise einfacher per Software in den Lenkprozess eingegriffen werden. Dadurch lassen sich neue Sicherheitsfeatures implementieren. Experten sehen dies als Schritt in Richtung autonomes Fahren.

In einem Jahr will der Konzern mit der Serienfertigung beginnen.

Quelle: http://www.nissan-global.com/EN/NEWS/2012/_STORY/121017-02-e.html

Vergängliche Elektronik als Werkzeug in der Medizin

US-Forscher haben neue Elektronikbauteile entwickelt, die sich in Wasser oder Körperflüssigkeiten auflösen können. Die Vergängliche Elektronik könnte zu neuen Methoden und Werkzeugen in der Medizin und bei Umwelt-Projekten führen. Implantate und Sensoren können so neue Erkenntnisse bringen.

Ärzte haben das Problem, dass sie bei einer Untersuchung nur Daten des aktuellen Zustands des Patienten aufnehmen können. Der Verlauf einer Krankheit oder der Erfolg der Genesung kann nur sehr schwierig erfasst werden. Meist ist der Arzt hier auf die subjektiven Berichte des Patienten angewiesen, die nicht gerade ein Garant für eine hohe und differenzierte Datenqualität sind.

Mit implantierten Sensoren können Ärzte einen besseren Einblick in die Prozesse, die in einem Körper ablaufen gewinnen und so bessere Arbeitsergebnisse erzielen. Das Problem ist meist, dass solche Fremdkörper aufwändig und mit einem erheblichen Risiko behaftet wieder aus dem Patienten entfernt werden müssen. Durch die Vergängliche Elektronik wäre dieses Problem gelöst.

Die Vergängliche Elektronik besitzt eine gewisse Lebensdauer. Wenn die Bauteile mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit in Kontakt kommen, lösen sie sich nach einer definierbaren Zeitspanne auf. Durch die Kombination verschiedener Materialien kann diese Auflösung Minuten, Tage, Wochen oder sogar Jahre hinausgezögert werden.

Das Forscherteam hat bereits einen Chip für eine Digitalkamera entwickelt, die zum Beispiel eine Operationswunde überwachen könnte, bevor sie sich im Körper einfach auflöst. Aber auch andere elektronische Bauteile sind nach der Aussage der Forscher möglich. So können Transistoren, Dioden, Spulen, ICs, verschiedene Sensoren und sogar Solarzellen aus den Materialen hergestellt werden. Für den Körper ist diese Technologie vollkommen ungefährlich.

Neben der Medizin könnten diese elektronischen Elemente aber auch in Umweltprojekten eingesetzt werden. Sie könnten Beobachten und sich nach getaner Arbeit einfach auflösen. Der Erkenntnisgewinn, den diese Sensoren liefern können, wäre groß.

Zudem wird aber auch eine breitere Verwendung dieser Technologie in betracht gezogen. Elektroschrott stellt zunehmend ein Problem dar. Elektronische Geräte, die meist nur wenige Jahre eingesetzt werden und dann auf dem Müll landen, könnten in Zukunft aus vergänglichen Bausteinen bestehen und so zu einer besseren Ausnutzung wertvoller Ressourcen beitragen.

Veröffentlichung im Wissenschaftsmagazin Science.

Exoskelett mit Gehirn steuern

Menschen, die nach einer Rückenmarksverletzung nicht mehr gehen können, können hoffen, dass dieses Problem bald gelöst sein wird. Wie Medien berichten, haben US-Forscher ein Exoskelett entwickelt, welches über das Gehirn gesteuert werden kann.

Über ein BCI (Brain-Computer-Interface) werden die Gehirnwellen an Roboterbeine übertragen, die dann auf diese Signale reagieren und das Laufen ermöglichen. Die Signale aus dem Gehirn werden mittels einer Datenkappe aufgenommen. Entwickelt wurde diese Innovation am Forschungsinstitut Veterans Affairs Medical Center im kalifornischen Long Beach.

Diese Arbeiten haben gezeigt, dass es möglich ist ein Exoskelett mit dem Gehirn zu steuern. Nun werden sich hier mit Sicherheit neue Forschungsschwerpunkte etablieren.

In diesem Forschungslabor laufen zusätzlich weitere Forschungen, die es ermöglichen sollen, dass Menschen mit ihren Gehirnwellen Avatare steuern.

http://arxiv.org/abs/1208.5024

Fleisch aus dem Drucker

3D-Drucker sind aktuell ja ein richtiges Hype-Thema und auch mich faszinieren diese Maschinen immer wieder. Nun habe ich von etwas sehr skurrilem gelesen, bei dem ich mir noch nicht sicher bin, welche Meinung ich dazu haben soll.

Das US-Unternehmen Modern Meadow entwickelt eine Technik, bei der aus einer speziellen Biotinte Fleisch mit einem 3D-Drucker hergestellt werden kann. DAS ist richtige Science-Fiction. Auf der einen Seite finde ich es schrecklich, wenn unser Essen nicht auf rein natürlichem Wege erzeugt wurde, aber diese neue Technik könnte die Lösung für viele Probleme sein.

Wenn sich diese Biotinte günstig herstellen lässt, könnten wir einen größeren Teil der Menschheit mit Fleisch (also hochwertigen Eiweißen) versorgen und dazu alle kritischen Fragen (Massentierhaltung, etc.) beantworten. Wenn dieses „Fleisch“ dann auch noch eine entsprechende Qualität besitzt, reich an wichtigen Zusatzstoffen (Fettsäuren, Vitamine, Mineralien) ist und die schädlichen Stoffe (schlechte Fette) im Fleisch eliminiert sind, kann man von einer Lebensmittelrevolution sprechen. Das Fleisch kann so auch auf speziellere Bedürfnisse optimiert werden. Bei bestimmten Krankheiten oder Diäten wird der Konsum von Fleisch nicht empfohlen. In solchen Fällen kann man spezielle Biotinten anbieten, die genau auf diese Bedürfnisse angepasst sind.

Ebenfalls sehr reizvoll sind die Vorteile der Beschaffung, die sich dadurch ergeben. Man brauche das Fleisch nicht mehr bei einem Fachhändler einkaufen, sondern kann es zuhause selbst herstellen, Dadurch ist es möglich den Speiseplan viel flexibler zu gestalten. Sollte man an einem Sonntagabend auf einmal mit Freunden grillen wollen, kann man sich das Fleisch dazu schnell ausdrucken.

Diese neue Technik hat auf jeden Fall einige nicht zu unterschätzende Vorteile.